Dringender Aufruf: Freiheit für Abdullah Öcalan!

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Abdullah Öcalan ist seit mehr als 18 Jahren auf der Insel Imrali dafür eingesperrt, sein Volk in Richtung Frieden und Emanzipation geführt zu haben.

Durch die strikte und völlige Isolation, die Öcalan vom türkischen Staat und der NATO auferlegt wurden, versuchen diese, die Bevölkerung des Mittleren Ostens von Öcalans freiheitlichem Denken auszuschließen. Aber kein Meer und keine Mauern können das Vertrauen und den Einsatz zurückhalten, den das kurdische Volk und die Revolutionär*innen des Mittleren Ostens für ihren Genossen aufgewendet haben. Anders als vom türkischen faschistischen Staat erwartet, hat die Gefangenschaft von Apo die kurdische Bewegung nicht gebrochen, sondern im Gegenteil blieb er die Inspirationsquelle seines Volkes im Kampf gegen Unterdrückung und für eine demokratische Gesellschaft.

Der türkische Staat hat Angst vor der Bildung einer demokratischen Gesellschaft, die auf der Freiheit von Frauen* aufgebaut ist.

Öcalans Anwälten ist es seit 27. Juli 2011 verboten, ihren Klienten zu treffen. Sie haben insgesamt 786 Besuchsanfragen eingereicht, die alle mit willkürlichen Begründungen wie „schlechtem Wetter“, „defektem Küstenboot“, „Küstenboot-Reparaturen“ und „dem Ausnahmezustand“ abgelehnt wurden.

Bisher wurden die Anfragen immer mit denselben Vorwänden abgelehnt, aber in Bezug auf die letzte Anfrage betrat ein neuer Vorwand die Bühne: eine Disziplinarstrafe für Öcalan wurde am 14. September 2018 von der Leitung des Hochsicherheitsgefängnisses Typ F Imrali veröffentlicht. Weder die Familie, noch die Anwälte wurden über den Grund der Strafe informiert. Es ist ein Grundrecht von Öcalans Familie, seinen Rechtsvertretern und der kurdischen Bevölkerung, über seinen Gesundheitszustand informiert zu werden. Die kurdische Bewegung hat einige Forderungen formuliert, die wir hier wiedergeben:

  • Wir rufen das “Europäisches Komitee zur Verhütung von Folter und unmenschlicher oder erniedrigender Behandlung oder Strafe” (CPT) auf, einzugreifen, um an die notwendigen Informationen über den Zustand von Abdullah Öcalan zu kommen.
  • Wir rufen alle Kurd*innen und Demokratischen Kräfte auf, aktiv zu werden und eine Erklärung über Öcalan’s Gesundheits- und Sicherheitssituation einzufordern.
  • Wir rufen die internationalen Kräfte, welche am 15. Februar 1999 Öcalan an die Türkei übergeben haben, auf, im Namen der Menschenrechte und unter dem Gesichtspunkt ihrere Verantwortung für seine Haft und den als später als unfair befundenen Gerichtsprozess sowie die durchgehende psychische Folter, im Rahmen der Europäischen Menschenrechtskonvention (ECHR) einzugreifen.

Der Widerstand von Abdullah Öcalan und seine Befreiung ist nicht nur eine Frage begrenzt auf die Türkei, Kurdistan oder den Mittleren Osten. Die repressive Politik der Türkei, genau wie das Apartheid-Regime in Südafrika, sind keine lokal auf einen bestimmten geographischen Ort beschränkten Fragen. Der Tag der Befreigung von Nelson Mandela war ein Tag der Freude für ganz Afrika und alle Menschen, die die rassistische und diskriminierende Herrschaft Pretorias nicht akzeptieren wollten.

Die Freilassung von Abdullah Öcalan und aller politischer Gefangenen in der Türkei ist die Hoffnung der bewussten Menschen auf der ganzen Welt. Die Internationalist*innen, welche aus der ganzen Welt kamen um die Revolution in Rojava zu verteidigen und gefallen sind, sind der Inbegriff dieser Hoffnungen und ihr Einsatz wird nicht vergebens gewesen sein. Es gibt jetzt Demonstrationen in ganz Kurdistan, Europa und an weiteren Orten. Während Deutschland den Hauptverantwortlichen, Erdogan, einlädt, stehen die Menschen Seite an Seite um ein Ende dieser Unterdrückung und eine Ende der internationalen Komplizenschaft unserer Regierungen mit der repressiven Politik Ankaras zu fordern. Wir werden nicht vergessen, dass die Festnahme von Abdullah Öcalan durch die internationale Kollobaration mehrerer Staaten organisiert wurde (Türkei, USA, Russland, Israel, EU). Diese stehen nach wie vor für Besetzung, Ausbeutung und Krieg im Mittleren Osten.

Wir, die Internationalistische Kommune von Rojava, fordern die bedingungslose Freilassung von Abdullah Öcalan, dies wird der erste Schritt für eine Beendigung der Repression und des Staatsterrorismus sein, die Entfernung der PKK von allen Terrorlisten, die Befreiung von Afrin und dem Aufbau des Demokratischen Konföderalismus in Kurdistan und dem gesamten Mittleren Osten sein!

“In dem Geist des Widerstands Abduallah Öcalans im Imrali-Gefängnis, werden wir Afrin von der Türkischen Besatzung befreien!”

Wir rufen Euch auf zu ein, zwei oder mehr kreativen, dezentralen und kraftvollen Aktionen, wo auch immer ihr seid! Sendet uns gerne Bilder, Videos von Aktionen, Aufrufen und Demonstrationen an internationalistcommune@riseup.net.